Die Zukunft von wachsendem Wissen in einer Zeit von Rauschen
31. Mai 2026 · Audio: 79 Minuten · Transkript: ca. 9 Minuten Lesezeit
Ein roher, ungekürzter Monolog über personalisierte Lerninstanzen, wachsende Wissensräume, Informationsrauschen und die Frage, wie zukünftige Systeme Menschen beim Verstehen näher kommen können.
Ich propose eine neue Architekturebene bzw. die Ausweitung des umfänglich bereits beleuchteten Nordsterns auf eine Ebene hin, die den Lernfaktor der personalisierten Wachstumsebene unter Berücksichtigung nimmt und somit die Ergänzung zum Vor- und Schluss darstellt, die es braucht, um dem Potenzial des menschlichen Daseins in der Zukunft gerecht kommen zu können. Die Überschneidungsfläche liegt in der Emergenz-Ebene, wo die Bereitstellung von Informationen, die innerhalb eines Raums der Erscheinung dem Menschen näherkommt, nicht nur das erwünschte, nutzerspezifische, ersuchte aufzeigen kann, sondern genauso auch die Proaktivitätsebene, die durch das kontextuelle Delta des persönlichen Nutzer-Memory-Aggregats eine Darstellung bietet, die den Lernfaktor in einer neuen Weise dem Menschen näherbringt.
Früher hatte man gelernt anhand einer Schrift, der man sich hingab. Man hat gewühlt, man hat gesucht, man wurde inspiriert. Der Faktor an Inspiration durch das Wühlen ist natürlich ein unumgänglich positiver, nachdem jegliche Form von personalisierter Aufbereitung nie zwischen die Zeilen eines erdachten Gedankens aufleben kann, nachdem die Perspektive eines Menschen und seines gedanklichen Raums nie eine sein wird, die man mit bloßer Zusammenfassung oder auch extrem akkurater Darstellung auf sehr personifizierter Weise auf solch ein Level der abstrakten Inspiration bringen kann.
Dennoch birgt die personalisierte Lerninstanz einen Raum des Wachstums, welcher in partiellen Bereichen bei der aktiven Hingabe eines vollumfassten Inhalts nicht in gleicher Geschwindigkeit vollzogen werden kann und somit rein von dem Faktor der Produktivitätssteigerung seit jeher, wo Schrift sich als die Ebene der Wissenszufuhr hat in dieser einen Form der Darstellung zeigen müssen, zwar in dem Rahmen, in welchem die Schrift verfasst wurde, hinwegentwickelt hat sich daraus gleich mal ein gewisser Sinn: Artikel, die Notizen komprimieren, Handlungen von Menschen, die eine Zusammenfassung vollzogen haben, um anderen Menschen einen gewissen Rückschluss näher zu bringen, welcher jedoch nicht auf einer Umfänglichkeit der vollständigen Schrift hat erschlossen werden müssen.
Das birgt Verständnis. Und Erleichterung durch eine effektivere Zeitgestaltung des Individuums mit dem Interesse gegenüber dem jeweiligen Themenkonstrukt. Was jedoch nach wie vor notwendig war für jene Person, war die Notwendigkeit, das Medium zu erforschen und in diese Richtung der Inhalte selbst erst mal zu kommen. Wenn ich nicht wusste, welcher Inhalt von wem wohl wie zusammengefasst wurde, weil ich diesen Raum und dieses Spektrum noch nicht erlebt habe, werde ich nicht von dem Neuen lernen, sondern werde erst mal einen Eintritt gewährt bekommen müssen. Ein Eintritt wurde uns in der Vergangenheit durch Wissen in verschiedenen Umgebungen gewährt, welche wir historisch schon lange besucht haben, von schulischen Umgebungen sowie auch Tutoring, Coaching, Universitätsumgebungen.
Wir haben uns historisch schon lange Räume geschaffen, die uns Wissen haben erlangen lassen und uns anhand eines Rahmens von ... Professionen und deren Vertretern Wissen näherbringen können. Und das ist auch gut so, wie bei den Zusammenfassungen auch, die erschaffen wurden anhand der Schriften, die zuvor vorlagen, sowie auch jegliche Lektüren von Professoren und unseren Lehrern genauso auf dieser speziellen Auffassung der Informationsebene gebaut sind und dafür auch sorgen, dass eine sehr spezielle, aber individuell wertvolle Gedankenebene erschaffen wird.
Warum sollten wir dann einen neuen Weg dieser Wissensanreicherung in dem jetzigen Zeitalter vorschlagen, wenn die Bewertheit und die schöne Eigenheit der abstrakten Auffassung eines Menschen und der Lehrendenkette all jener Parteien, die nach ihren Mentoren und Lehrern folgen, denn nun vorschlagen? Einer der größten Gründe ist, dass im modernen Zeitalter die Zugänglichkeit von Information durch das Volumen und die Abundance von Quellen nicht nur Polarisierung mit sich gebracht hat, sondern genauso auch eine noch leichtere Form einer Informationsverdaubarkeit.
Was im Endeffekt darin resultierte, dass wir plötzlich in einem Meer von Informationen gelandet sind, wo es wieder unsere Aufgabe wurde, durch Information zu graben, um an das Licht einer Lage zu kommen. Der Weg wurde erleichtert, aber genauso erschwert. Die Menge an Informationen, die zu verarbeiten war, stieg an, genauso auch wie der Faktor, eine Meinung zu bilden oder jene zu abstrahieren. Dieses Stadium ist jenes, welches auch heute noch omnipräsent ist. Wir suchen nach wie vor durch Quellen, sowie auch Unmengen an Inhalten, um entweder eine Information zu erlangen oder uns unserer "sheer attention" der Präsenz zu entziehen, indem ein substanzieller Teil unserer Bevölkerung, deren Attention schlicht einfach nur mit dem annähert, sich Informationen hinzugeben, die durch algorithmische Verbreitung die Zeit auf der Plattform des Erschaffenden erhöht und Werbemittel in dieser Hingabe lukriert.
Somit können wir nun zurück zu der Frage. Somit kommen wir zurück zu der Frage, was es heißt, Information nun mit der Möglichkeit von personalisierten Systemen und der Präsenz von personalisierten Umgebungen heißt, zur gleichen Zeit, wie die Verbreitung der Medienkonsumation in hohem Volumen sich schon über ein Jahrzehnt aktiv in unser Leben eingenistet hat, durfte eine neue Form der Personalisierung in unser Leben kehren, die anhand einer losen Frage nicht nur einen opinionating, teilweise uneutralen Gedankenrückschluss beinhaltet, wie es über die häppchenartige Konsumation von Artikeln und anderen Umgebungen der Meinungsverbreitung mit verschiedensten Motivationen gezeichnet hat.
Mit dieser neuen Methode, Information personalisiert zu erhalten, war nicht mehr die Frage, eine Antwort zu bekommen, sondern ein System dafür zu verwenden, ein ganzes Antwortenpaket zu aggregieren. Das Zeitalter von Large-Language-Models machte uns dies möglich. Wenn sich jetzt schon eine solche Entwicklung darstellt und wir auch plötzlich in den stetigen Genuss gelangen können, diese Information mit unseren Abfragen sehr hallucinationslos und mit "sources cited" zu Gesicht zu bekommen, uns möglich gemacht wurde, wofür brauchen wir dann einen weiteren Weg, die Gestaltung von Informationskonsum zu treiben?
Die Antwort dafür finde ich in dem Punkt zum Anfang, hinsichtlich der Produktivitätssteigerung und der kreativen Abstraktion von anderweitigem Inhalt, welchem man sich stets hingeben möchte, aber eben aus dem Grund der möglichen Produktivitätssteigerung, sich bei vielen Orten der Konsumation auf personalisierte Inhalte eher annähert, anstatt durch ein sheer volume zu graben, um auf eine potenzielle Antwort zu stoßen nach langer Recherche. Wenn wir uns ein System vorstellen, das uns versteht und einen intelligenten Abgleich erschaffen kann zwischen dem, was wir brauchen, suchen, uns fragen und woran wir auch arbeiten, woraufhin wir handeln, erschafft sich ein Rahmen, in welchem wir eine emergente Informationsebene erleben können, die das Denken in seiner Natürlichkeit durch die Hingabe von aktiver Aussprache in einen Zusammenschluss einer Abstraktion des Systems bringt, was wiederum die konkrete, personifizierte Informationsebene zum rückkoppelnden Lernfaktor dem Menschen wieder näherbringen kann.
Wodurch es kein Durchforsten mehr gibt von Inhalten, keine Fragen, die auf einem Wagnis eines generellen Verständnisses bauen, und auch wenn genauso jedes Mal ein weiteres Signal, welches das System schärfen lässt, die Information zu liefern, die sich innerhalb des Interessensrahmens des Nutzers aufhält. Somit, was ist es, das der Nutzer von sich selbst aus braucht, um dieser Produktivitätssteigerung in seinem Handeln näherzukommen und dies in einer Flüssigkeit zu bestreben?
Zum Ersten braucht er die Auffassung, welche nicht zu dezimiert sein darf, auch wenn die Hirne von den Menschen im Zeitalter von sozialen Medien und der Information-Abundance relativ frittiert sind, was wiederum zur Folge hat, dass die Hingabe von dichter Information oftmals für viele nicht die erste Option in sich oder die leichteste Ebene in sich darstellt. Die Grundbasis wird hier auf Langzeit jedoch auch reichen können, nachdem die Konsumation von Inhalten nur bedingt mit den Rückschlüssen des Nutzers im Konflikt stehen.
Zum Beispiel kann sich jemand mit einer Interesse zu etwas großem Ungewissen trotzdem eines Inhalts hingeben, mit einer Haltung, es als wichtig zu empfinden, es verstehen zu lernen, jedoch nichts oder nur Gewisses dabei zu verstehen. Ein Skim-Through, nur partielle Konsumation oder zu verrauschte Informationskonsumation eines gleichen Themas, führt dennoch zu einem gewissen Rückschluss, wenn früh genug ergriffen. So sehr Information abundant ist, ist sie aber genauso auch wieder gern aus dem aktiven Gedankenraum entwichen, wenn nicht früh genug ergriffen.
Was heißt das für die personalisierte Informationszufuhr des Individuums? Es heißt das, dass wenn kein Rückschluss in einer Form digital verwertbar vorliegt, keine Form der Personalisierung entstehen kann. Kein Signal wachsen kann, dass das große Ganze dieses Relevanzpunkts in sich ergreift. Was heißt das dann für das Ziel, Produktivität und Wachstum des Individuums anheben zu können? Es heißt einerseits, dass das Individuum sich dem aktiven Rückkoppeln hingeben muss.
Durch die zunehmende Delegation und Ausfrachtung von Handlungen im Alltag wird kognitive Beanspruchung, die früher zwar mit jetzt Obsoletem sich durch unsere Tage gezogen hat, nicht mehr befüllt, aber uns jetzt auch teilweise natürlich rein von unserer Neuroplastizität nicht mehr so fordert, wenn jegliches Handeln ausgefrachtet wird. Outsourced knowledge durch fehlende Handlungen, dem selbst nachzukommen, wird nie zu neuem Knowledge werden, was genauso auch nie zu einem neuen Novel Thought werden kann durch diese unique perspective, etwas verstanden zu haben durch die Hingabe dieses Themas, was zur Folge hat, dass die Hingabe des Themas relevant bleiben wird, sowie auch natürlich die Konsumation des Themas, nur eben nicht mehr auf der Ebene, Informationen im Wagnis von unpersonalisiertem Inhalt zu genießen, sondern ihn auf der hochpersonalisierten, weiter wachsenden Ebene tief selbst zu reinforceen.
Ein Inhalt führt zu Verständnis. Verständnis muss festgehalten werden, aggregiert, dokumentiert, am besten so schnell es geht und auch wiedergekehrt. Alles, was an Informationen von einem selbst heraus ergeht, bleibt eher in einem ausgesät, was wiederum heißt, wir können es bei der Wiederkehr besser und leichter zu echtem Wissen machen. Das aggregierte Wissen fährt zurück in das System, verschärft den Standpunkt des gegebenen Wissens, des gegebenen Vorausblicks und schärft somit die Wiederkehr von Wissen zu einem nächsten Moment, wo es dem Nutzer zuvor nur als Information bereitgestellt wird, welches Wiederaggregation von Information durch die eigene Form des Festhaltens rückgespeist wird, um dann in neuem Stadium von Wissen wieder verankert werden zu können.
Der Zyklus geht so voran und wächst in Richtungen, die auf konventionellen Lernzyklen durch die fehlende Präsentation von neuen Informationsebenen oder auch bloßen Präsentationen der eigenen, der gegebenen Lage des Nutzers, seines Tuns, seiner Muster, seiner Bestrebungen wieder genau diesen Rückschluss möglich machen kann, einen Weg in eine neue Richtung einschlagen zu können und den Zyklus somit weiterlaufen zu lassen. Diese Form der Hingabe entsteht durch diesen Feedback Loop mit dem hochpersonalisierten System und soll, wie auch früher schon angesprochen, kein Ersatz für die Hingabe von Novel Ideas und menschlicher Ideenschrift sein, sondern sich als eine Art Speedrun-Lane für den Nutzer darstellen, um ein Bestreben mit messbarem Erfolg in einen Rahmen zu gießen, den Nutzer in den Erfolg rücken lassen zu können.
Der greifbare Rahmen eines solchen Systems ist yet to be seen and uncovered.